Wir sammeln Geschichten

In unserer hektischen Welt verblasst schnell die Erinnerung an diejenigen, die uns verlassen haben. Doch jeder Mensch trägt eine einzigartige Geschichte in sich, die es wert ist, bewahrt und geteilt zu werden. Remember our Tales ist der Ort, an dem diese Geschichten weiterleben.

Dazu erheben, recherchieren, redigieren und sammeln wir Biographien, Fotos, Dokumente, Tagebücher, Erzählungen und viele weitere Zeitzeugnisse. Dies geschieht immer im engen Austausch mit den Personen selbst (zu Lebzeiten) oder mit den engsten Angehörigen oder Bekannten. Gemeinsam erstellen wir aus all den Informationen zu jedem Menschen einen eigenen Beitrag. Dieser wird auf unserem (meint hier aktuell noch angemieteten) Server gespeichert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Unser Ziel ist, alle Lebensgeschichten im Rahmen dieses Projekts unbegrenzt zu speichern, damit Menschen oder uns nachfolgende Spezies auch in tausenden Jahren noch von unserer Präsenz in den Äonen des Universums erfahren können.

Gern nehmen wir auch deine Anfrage entgegen. Melde dich einfach, wenn du eine Geschichte beisteuern möchtest oder Fragen hast.

So sammeln wir Geschichten

Wir sammeln Informationen für Beiträge auf drei unterschiedlichen Wegen. Bei jedem davon sind wir auf eure Hilfe angewiesen:

Wir recherchieren selbst
Regelmäßig durchstöbern wir Bibliotheken, Archive, Blogs, Medien, Enzyklopädien und weitere Zeitzeugnisse auf der Suche nach interessanten Persönlichkeiten und spannenden Lebensgeschichten. Dabei recherchieren wir auch Erzählungen über bekannte Persönlichkeiten, die wir in unser Archiv übertragen. Das schafft natürlich Redundanzen, weil wir bereits existierende Inhalte sozusagen in unser Archiv „kopieren“. Gleichwohl ist uns auch das ein Anliegen, denn unsere Mission ist es, eine Datenbank für alle Menschen und über alle Menschen zu erschaffen. Deshalb gehören auch Beiträge über Albert Einstein, Robert Oppenheimer oder Amelia Earhart auf unseren Server, selbst wenn es anderswo schon viele Quellen und Vermerke über sie gibt.

Wir interviewen Zeitzeugen
Eine weitaus tiefgründigere Quelle sind Menschen, die eine/n Verstorbene/n persönlich kannten. In Büchern und Bibliotheken wird hauptsächlich stark zusammengefasstes, oberflächliches Wissen gesammelt. Das ist prinzipiell nicht schlecht. Doch es genügt natürlich nicht, um einen Menschen in all seinen Facetten zu würdigen. Außerdem gibt es über die meisten Menschen auch nur sehr wenig bis gar keine öffentlich zugänglichen Informationen. Gerade diese nehmen wir allerdings besonders gern ins Archiv auf. Wenn öffentliche Quellen fehlen, brauchen wir umso dringender Zeitzeugen mit Zugang zu Erinnerungen und privaten Dokumenten, die uns zur Verfügung gestellt werden. Hierfür suchen wir immer gern das Gespräch mit Hinterbliebenen und Angehörigen.

Du arbeitest selbst an deinem Vermächtnis
Die bei weitem beste Quelle für die Geschichte unseres Lebens sind wir selbst! Wir schreiben sie, deshalb können wir sie auch gut erzählen. Das Tolle ist: Schon zu Lebzeiten ist es möglich, die eigene Geschichte nicht nur zu leben, sondern auch festzuhalten. Autobiographien sind hierfür das perfekte Beispiel, doch auch Blogs oder Tagebücher können einen guten Einblick liefern. Es gibt viele Wege, wie du schon zu Lebzeiten Zeugnis ablegen kannst über deine Zeit auf Erden. Auf Wunsch besprechen wir mit dir, wie wir dein digitales Vermächtnis am besten wiedergeben und archivieren können. Zusammen bereiten wir deine Geschichte Stück für Stück auf. Diese kannst du dann selbst bis zu deinem Tod speichern und uns für die Zeit danach die Publikation gestatten. Auf Wunsch übernehmen wir auch das Archivieren für dich, bis es soweit ist.

Ganz gleich, auf welchem Weg ein Beitrag entstehen soll oder schon entstanden ist – wenn du Ideen oder Anmerkungen hast, teile sie uns bitte mit. Wir freuen uns über Vorschläge für neue Personen, die wir ins Archiv aufnehmen, ebenso sehr wie über Korrekturen oder Ergänzungen von bereits veröffentlichten Beiträgen.

Unsere Dienste gibt es gratis!

Kostenlose Dienste

Wir von RoT verfolgen eine klare Devise: Jeder Mensch ist einzigartig und kann eine ganz eigene, wertvolle Geschichte unserer Spezies erzählen. Als gemeinsames Projekt für die ganze Menschheit stellen wir daher grundsätzlich für JEDE verstorbene Person immer kostenlos einen Platz im Archiv zur Verfügung! Versteckte Kosten gibt es nicht, weder jetzt noch später. So kann jede/r, unabhängig von der Herkunft, dem Beruf oder dem Bankkonto im Archiv aufgenommen werden. Denn unserer Meinung nach macht Armut ein Leben nicht weniger wertvoll oder spannend.

Unabhängig von unserer Prämisse und unserem Ziel, uns allen ein kostenloses Monument für die Ewigkeit zu bauen, können wir natürlich nicht allein von Luft und Liebe leben. Bitte bedenkt: Für unser Projekt sind kontinuierliche Einnahmen entscheidend, denn nur dann können wir uns langfristig vergrößern und die stetigen Ausgaben decken. Mit wachsender Anzahl an Beiträgen werden schließlich auch mehr Speicherkapazität und mehr helfende Hände gebraucht – all das kostet Geld. Aus eigener Tasche können wir das aktuell noch bezahlen. Doch das wird nicht so bleiben. Entsprechend dankbar sind wir über Spenden jeglicher Art. Gleichwohl wissen wir natürlich auch, dass unser wachsender Finanzbedarf nicht allein dadurch völlig gedeckt werden kann. Daher müssen wir uns vorbehalten, ab einem gewissen Punkt etwa Werbung zu schalten, gebührenpflichtige Zusatzdienste anzubieten oder andere Wege der Finanzierung zu etablieren. Sollte es dazu kommen, werden wir diese Mechanismen so sparsam wie möglich einsetzen!

Wichtiger Hinweis:

Als virtueller Friedhof und als Archiv menschlicher Lebensgeschichten ist es unser Ziel, ein langfristiges Werk zu erschaffen. Das bedeutet, dass wir versuchen, die Inhalte zu allen Personen so lange aufzubewahren wie nur irgendwie möglich. Also nicht bloß 50 Jahre, auch nicht 100 Jahre, auch nicht 1.000 Jahre, sondern eben so lange wie überhaupt nur irgendwie möglich. Unser Ziel ist es, alle unsere Geschichten auch über das Ende der Menschheit hinaus zu bewahren. (Falls es anderswo intelligentes Leben gibt, wird die Existenz der Menschheit für das Universum – und hoffentlich für die Ewigkeit – bewahrt).

Es liegt auf der Hand, dass diese Plattform früher oder später Probleme haben wird, so viel Speicherplatz bereitzustellen. Die Sicherung all dieser Daten vor Naturkatastrophen oder Cyber-Attacken kommt noch als weitere Herausforderung hinzu. Entsprechend der Grenzen des physikalisch Möglichen können wir daher natürlich keine 100 % Garantie dafür geben, dass alle hier gespeicherten Inhalte die Zeit überdauern werden. In ferner Zukunft kann es nötig sein, bestehende Geschichten zu komprimieren oder (als letzte Maßnahme!) sogar zu löschen. Wir appellieren hier an den gesunden Menschenverstand und hoffen, dass die Erwartungen an RoT zwar hoch sind, aber eben auch nicht unrealistisch.

Sollten wir uns künftig entscheiden, kostenpflichtige Beiträge von bzw. für Verstorbene anzubieten, werden diese in so einem Fall, das dürfte nachvollziehbar sein, bevorzugt behandelt. Das liest sich nun vielleicht ein bisschen wie „Zwei-Klassen-Gesellschaft“, ist aber hoffentlich nachvollziehbar.

Wir betonen ausdrücklich, dass wir dabei von einer ultima ratio reden. Wir versichern an dieser Stelle, dass wir unser möglichstes tun werden, um alle Beiträge auf RoT so lange wie möglich zu erhalten und auch so weit wie möglich auf kostenpflichtige Dienste zu verzichten.

Was kommt alles in einen Beitrag rein?

Das Herzstück dieses Projektes sind die Lebensgeschichten der hier erfassten Menschen. Diese gestalten wir, auf Wunsch mit dir zusammen, in einer eigenen Beitragsseite. Neben einem sog. „Header“, also einer Kopfzeile, bestehend aus den Kerndaten zur Person, einer Kurzbiographie und einem Foto (schwarz & weiß) gehört dazu auch die freie Gestaltung weiterer Inhalte, etwa in Form einer Erinnerung, einer Würdigung oder einer Bildergalerie. Hier sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt und es können auch mehrere Personen jeweils eigene Texte zu einem Verstorbenen verfassen.

Wir setzen dafür bis auf weiteres erst einmal keine Limits, geben aber als Richtwert ca. 10.000 Zeichen Text und 10 Schwarz-Weiß-Fotos vor. Videos sind nach Rücksprache ebenso möglich. Diese Werte sind noch nicht verbindlich, aber für uns wichtig, damit wir besser planen und kontrollieren können, wie viel Speicherplatz wir benötigen. Kosten fallen für euch dabei nicht an. Wer möchte, darf und kann aber gern auf freiwilliger Basis einen finanziellen Beitrag entrichten.

Der nachfolgende Umschalter zeigt, wie ein Beitrag im Detail zusammengesetzt sein kann, welche Rubriken wir also momentan (technisch) anbieten können. Weitere sind geplant.

Der Beginn jedes Beitrags fasst die wichtigsten Kerndaten zur Person zusammen: Name, Geburts- und Sterbedaten sowie Geburts- und Sterbeorte, Kurzbiographie, Foto (schwarz & weiß) und Angaben zu einigen Kategorien (z. B. Beruf, Todesursache oder besuchte Orte). Der Header ist verpflichtend und MUSS in jedem Beitrag vorkommen! Wir nutzen diesen z. B. auch als Vorschau etwa für die Beitragssuche oder unsere Startseite.

Bitte fertigt Kopien von Quellnachweisen für diese Informationen an. Neben Ausweisen, Geburts- und Sterbeurkunden sind dafür auch Lebensläufe, Zeugnisse, Zertifikate oder notariell beglaubigte Dokumente geeignet. Diese werden nicht zwangsläufig veröffentlicht, allerdings von uns geprüft, um die Echtheit der Daten zu verifizieren. RoT möchte die tatsächlichen Lebensgeschichten wiedergeben, keine fiktiven.

An zweiter Stelle empfehlen wir einen tabellarischen Lebenslauf, der die wichtigsten Ereignisse im Leben der Person chronologisch wiedergibt. Dies vertieft die Kurzbiographie und gibt Lesern auf einen Blick einen Gesamteindruck vom Leben des/der Verstorbenen.

Gewissermaßen der Stammbaum der Person, mit den Namen der Eltern, der Geschwister, der Kinder, der Lebensgefährten und der Enkel. Falls diese ebenfalls verstorben und bei uns archiviert sind, wird zu deren Beiträgen verlinkt.

Diese Rubrik bietet eine kurze Zusammenfassung zu Bestattungsart und Ort der Begräbnisstätte (inkl. zugehörigem Foto sowie der Koordinaten in Google Maps).

Alles, was die Person einzigartig oder besonders gemacht hat, findet hier Platz. Das können Siegerurkunden bei Bundesjugendspielen sein, Goldmedaillen bei Olympiaden, Ehrenbürgerschaften, Orden, Weltrekorde oder auch einfach nur einzigartige Anekdoten und besondere Charakterzüge sein,

Dient der Veranschaulichung der Lebensgeschichte mit Fotos, Bildern, Videos oder Audiodateien.

Verwandte und Bekannte der Person können hier kurze Texte publizieren, die ihre Erfahrungen und Gedanken zur/zum Verstorbenen wiedergeben. Auch Würdigungen oder Grabreden sind denkbar.

Worte oder Sätze, die die Person häufig gesagt hat oder die sie besonders geprägt haben.

Oft bleiben Worte, die man eigentlich sagen möchte, jahrelang ungesagt. Etwa, weil sie unbequem, peinlich oder schützenswert sind. Dann kommt plötzlich der Tod und diese Worte bleiben unausgesprochen. Jede/r kann sich deshalb an uns wenden und uns derlei Gedanken oder Informationen mitteilen, die wir nach dem Tod veröffentlichen.

Wichtige Hinweise:

Wir können leider nicht garantieren, dass gespeicherte, aber noch nicht publizierte Inhalte, doch irgendwie den Weg an die Öffentlichkeit finden. Aus Haftungsgründen schließen wir deshalb eine Speicherung zu Lebzeiten durch uns aus! Sollten uns darüber hinaus auf egal welchem Wege strafrechtlich relevante Informationen oder anderes sicherheitsrelevantes oder moralisch höchst verwerfliches Wissen erreichen, werden wir dies an die zuständigen Behörden weiterleiten!

Informiert darüber, nach welcher Weltanschauung die Person lebte und wie sie sich die Zeit nach dem Sterben vorgestellt hatte.

Informationen, die nicht direkt mit dem Leben der Person zu tun haben, aber dennoch relevant oder interessant sind, z. B. Quellenangaben, Verifizierung, statistische Werte o. Ä.

Welche Daten wir hierfür benötigen, teilen wir im Zuge des Austausches mit.

Es werden weitere Rubriken von uns erarbeitet. Außerdem könnt auch Ihr eigene Rubriken vorschlagen und, sofern sie technisch umsetzbar sind, nutzen.

Wie kannst du auf RoT eine Geschichte beisteuern?

1. Die eigene Biographie
Falls du schon immer gern Tagebuch geschrieben hast und nun über eine Autobiographie nachdenkst, kannst du bereits im Vorfeld selbst aktiv werden. Ziehe unser Archiv für deinen Nachlass einfach mit in Erwägung! So kannst du schon zu Lebzeiten einen Beitrag vorbereiten, in dem du Dokumente (z. B. Lebenslauf, Fotos etc.) sammelst, Texte schreibst und im Testament oder auf anderem Wege festlegst, dass all das nach deinem Tod bei uns aufgenommen und archiviert werden soll.

Beachte jedoch: Wir prüfen und verifizieren so viele Informationen deiner Geschichte wie möglich. Bleibe also bei der Wahrheit und hilf uns bei der Recherche, indem du im Vorfeld schon Quellen, Nachweise, amtliche Dokumente, Zeugen uvm. organisierst, mit denen sich deine Geschichte bestätigen lässt.
2. Deine Wegbegleiter
Solltest du jemanden verloren haben, kannst du dich an uns wenden. Wir erarbeiten dann Beiträge gemeinsam von Grund auf, wahlweise kannst du auch allein einen Beitrag zu einem Verstorbenen erstellen. Hierfür gilt im Grunde das Gleiche wie für die 1. Option.
3. Wir recherchieren selbst
Sofern es unsere Kapazitäten zulassen (und insbesondere in der Anfangszeit unserers Vorhabens) gehen wir selbst auf die Suche nach Lebensgeschichten. Dies geschieht in Eigenregie.

Zunächst einmal kannst du uns mit dem unten stehenden Kontaktformular direkt eine Nachricht schicken. Alles weitere können wir dann im Nachgang besprechen. Leider haben wir noch keine automatisierte Möglichkeit erarbeitet bzw. eine Upload-Funktion eingerichtet.

Was wir dann benötigen, sind Informationen über den Menschen, um den es geht. Wir veröffentlichen ausschließlich Geschichten von Verstorbenen! Je nach gewünschtem Paket brauchen wir einen (objektiven!) Lebenslauf, Fotos, eine Mini-Biographie und ggf. irgendeine andere Form von Texten. Die Gestaltung des Beitrags soll innerhalb einiger Grenzen möglichst frei sein. Welche Textform ihr wählt, ob ihr in Reimen schreiben möchtet, einen Songtext dazupackt, eure eigene Sichtweise als Bekannter der Person schildert – all das bleibt euch überlassen. Auf Wunsch unterstützen wir euch redaktionell beim Erstellen der Texte oder Bearbeiten von Fotos.

Es versteht sich von selbst, dass wir keine Verantwortung über einzene Inhalte der Beiträge übernehmen. Wir weisen zudem daraufhin, dass dies zwar Teil des Internets ist, aber eben auch Teil der menschlichen Erinnerungskultur. Beleidigungen, falsche Behauptungen, politische Statements und so weiter sind hier verboten! Sie werden von uns gelöscht und angezeigt, wenn gegen Gesetze verstoßen wird.

In einem nächsten Schritt müssen wir dann die Geschichte verifizieren. Dafür brauchen wir allerlei Nachweise, also Kopien von Ausweisdokumenten, Sterbeurkunden, Drittquellen, Abstammungsurkunden, Fotos und so weiter. Bitte vergesst nicht, dass wir im Kern ein Archiv sind. Es soll wahre Geschichten speichern, keine Märchen. Diese Art der Verifizierung ist leider erforderlich.

Wenn all das vorliegt, sprechen wir über weitere Details und pflegen, wenn du uns grünes Licht gibst, den Beitrag ein. Aktuell kann dies jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen, da das Projekt noch als Hobby betrieben wird. Wir bitten entsprechend um Geduld.

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