Rita Kickuth
- 17.02.1937 in Wuppertal
- 01.02.2026 in Neuss
- Universität
- Politikerin, Hochschulprofessorin, Pädagogin
- 1
- Neuss, Nordrhein-Westfalen
- Brustkrebs
Kurzbiographie
Rita Süssmuth war drei Jahre lang Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit und zehn Jahre lang Präsidentin des Deutschen Bundestages.
Sie legte ihr Abitur am Neusprachlichen Gymnasium in Lippstadt und Emsdetten ab und studierte anschließend Philologie mit den Nebenfächern Französisch, Geschichte und Pädagogik in Münster, Tübingen und Paris. Sie legte ihr Staatsexamen ab und promovierte anschließend. Ihre wissenschaftliche Karriere setze Sie an verschiedenen Standorten fort und nahm unter anderem auch eine Professur an der Pädagogischen Hochschule Ruhr und der Universität Dortmund an.
Sie trat in die CDU ein und übernahm den Fachausschuss für Familienpolitik der Partei. 15 Jahre lang war die Vorsitzende der Frauenunion. 11 Jahre lang war sie Mitglied im Präsidium der CDU.
Als Bundesministerin forderte Sie einen möglichst weit gefassten Gesundheitsbegriff und war dagegen den kassenärztlichen Schutz bei Abtreibung aufzuheben. Als Vorbeugungsmaßnahme gegen AIDS setze Sie auf ärztliche Aufklärung, Beratung und die Verwendung von Kondomen.
In Ihrer Amtszeit als Bundestagspräsidentin fielen einige historische Ereignisse wie die friedliche Revolution in der DDR, die Öffnung des Eisernen Vorhangs oder auch die Auflösung des Warschauer Paktes. Ihren Vorschlag zur Reform des Abtreibungsparagraphen kritisierte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl stark. Ihr Vorstoß zur sogenannten „Diätennullrunde“ scheiterte an ihrer eigenen Fraktion. Die Forderung zur Offenlegung des Kali-Fusionsvertrages. Sie vertrat die Auffassung, dass es eine Aufarbeitung die Voraussetzung zur Versöhnung mit den Neuen Bundesländern ist.
Neben den politischen Tätigkeiten war sie in verschiedensten Institutionen tätig und publizierte 15 Bücher, zum Teil auch als Herausgeberin.
Lebenslauf (verfasst durch KI)
| Jahr | Alter | Lebensstation / Ereignis |
|---|---|---|
| 1937 | 0 | Geburt: Rita Süssmuth wird am 17. Februar in Wuppertal geboren. |
| 1956 | 19 | Abitur: Süssmuth legt am Neusprachlichen Gymnasium in Rheine ihr Abitur ab. |
| 1956–1961 | 19–24 | Studium: Sie studiert Romanistik und Geschichte an den Universitäten Münster, Tübingen und Paris. |
| 1961 | 24 | Staatsexamen: Süssmuth legt in Münster das erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. |
| 1961–1964 | 24–27 | Weiterführendes Studium: Sie studiert Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie. |
| 1964 | 27 | Promotion: Süssmuth wird mit einer Arbeit über die Anthropologie des Kindes in der französischen Literatur promoviert. |
| 1963–1966 | 26–29 | Wissenschaftliche Tätigkeit: Sie arbeitet als wissenschaftliche Assistentin an den Hochschulen Stuttgart und Osnabrück. |
| 1966 | 29 | Dozentin: Beginn ihrer Tätigkeit an der Pädagogischen Hochschule Ruhr. |
| 1969 | 32 | Professorin: Wechsel an die Ruhr-Universität Bochum als Wissenschaftliche Rätin und Professorin. |
| 1971 | 34 | Ordentliche Professorin: Süssmuth übernimmt eine Professur an der Pädagogischen Hochschule Ruhr und lehrt weiterhin an der Ruhr-Universität Bochum. |
| 1971–1985 | 34–48 | Familienpolitik: Mitarbeit im Wissenschaftlichen Beirat für Familienfragen des Bundesfamilienministeriums. |
| 1973 | 36 | Lehrstuhl: Süssmuth erhält einen Lehrstuhl an der Universität Dortmund. |
| 1977 | 40 | Familienbericht: Sie wird Mitglied der dritten Familienberichtskommission. |
| 1981 | 44 | Eintritt in die CDU: Süssmuth wird Mitglied der Christlich Demokratischen Union Deutschlands. |
| 1982–1985 | 45–48 | Forschungsinstitut: Sie wird Direktorin des Forschungsinstituts „Frau und Gesellschaft“ in Hannover. |
| 1983 | 46 | CDU-Familienpolitik: Süssmuth übernimmt den Vorsitz des Bundesfachausschusses für Familienpolitik der CDU. |
| 1984 | 47 | Jugendpolitik: Sie wird Mitglied und Vorsitzende der 7. Jugendberichtskommission. |
| 1985 | 48 | Wechsel in die Bundespolitik: Bundeskanzler Helmut Kohl beruft die bisherige Hochschulprofessorin überraschend zur Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. |
| 1986 | 49 | Erweiterung des Ressorts: Das Ministerium wird um den Bereich Frauen erweitert. Süssmuth wird damit zur ersten Bundesministerin mit einem ausdrücklich verankerten Frauenressort. |
| 1986–1988 | 49–51 | AIDS-Politik: Süssmuth setzt im Umgang mit AIDS auf Aufklärung, Prävention, Beratung und Solidarität statt auf Ausgrenzung und Zwangsmaßnahmen. |
| 1987 | 50 | Bundestagsabgeordnete: Süssmuth gewinnt ein Direktmandat und zieht in den Deutschen Bundestag ein. |
| 1987 | 50 | AIDS-Prävention: Die Kampagne „Gib AIDS keine Chance“ startet. Süssmuth steht politisch für einen liberalen und aufklärerischen Umgang mit der Epidemie. |
| 1987–2001 | 50–64 | Frauen-Union: Süssmuth ist Bundesvorsitzende der Frauen-Union der CDU. |
| 1987–1998 | 50–61 | CDU-Präsidium: Sie gehört dem Präsidium der CDU an. |
| 1988 | 51 | Bundestagspräsidentin: Süssmuth wird am 25. November zur Präsidentin des Deutschen Bundestages gewählt. |
| 1988–1998 | 51–61 | An der Spitze des Parlaments: Zehn Jahre lang leitet sie den Deutschen Bundestag und wird zu einer der bekanntesten Politikerinnen der Bundesrepublik. |
| 1988–2015 | 51–78 | Volkshochschulen: Süssmuth ist Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. |
| 1989 | 52 | Politische Eigenständigkeit: Süssmuth gehört innerhalb der CDU zu den Politikerinnen, die über eine mögliche Kandidatur gegen Helmut Kohl als Parteivorsitzenden nachdenken. |
| 1990 | 53 | Wiedervereinigung: Als Bundestagspräsidentin begleitet Süssmuth die parlamentarische Entwicklung der deutschen Einheit. |
| 1990 | 53 | Großkreuz: Sie erhält das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. |
| 1990er Jahre | 50er | Gleichberechtigung: Süssmuth setzt sich weiterhin für Frauenquoten, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine stärkere politische Beteiligung von Frauen ein. |
| 1996 | 59 | Kontroverse um Flugbereitschaft: Süssmuth gerät wegen der Nutzung eines Flugzeugs der Flugbereitschaft in die Kritik. Der Ältestenrat des Bundestages entlastet sie nach Prüfung des Vorgangs einstimmig. |
| 1997 | 60 | Internationale Würdigung: Süssmuth erhält unter anderem die Avicenna-Gold-Medaille der UNESCO. |
| 1998 | 61 | Ende der Präsidentschaft: Nach der Bundestagswahl wird Wolfgang Thierse zu ihrem Nachfolger als Bundestagspräsident gewählt. Süssmuth bleibt jedoch Bundestagsabgeordnete. |
| 1998–2002 | 61–65 | Weitere Parlamentsarbeit: Sie bleibt Mitglied des Deutschen Bundestages und engagiert sich zunehmend für Migration und Integration. |
| 1998 | 61 | Ehrendoktorwürde: Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verleiht ihr die Ehrendoktorwürde. |
| 2000–2002 | 63–65 | OSZE: Süssmuth wird Vizepräsidentin der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. |
| 2002 | 65 | Ausscheiden aus dem Bundestag: Nach 15 Jahren endet ihre parlamentarische Tätigkeit. |
| 2002–2004 | 65–67 | Zuwanderung: Süssmuth übernimmt den Vorsitz des Sachverständigenrates für Zuwanderung und Integration. |
| 2003 | 66 | Internationale Wahlbeobachtung: Sie leitet die OSZE-Wahlbeobachtung bei den Wahlen zur russischen Staatsduma. |
| 2004 | 67 | AIDS-Engagement: Das Schwule Netzwerk NRW zeichnet Süssmuth mit der Kompassnadel für ihren Einsatz in der AIDS-Prävention aus. |
| 2005–2010 | 68–73 | Hochschulpräsidentin: Süssmuth ist Präsidentin der SRH-Hochschule in Berlin. Anschließend wird sie deren Ehrenpräsidentin. |
| 2006 | 69 | Sexualreform: Sie erhält die Magnus-Hirschfeld-Medaille für Sexualreform. |
| 2007 | 70 | Theodor-Heuss-Preis: Süssmuth erhält gemeinsam mit Mustafa Cerić den Theodor-Heuss-Preis. |
| 2008 | 71 | Viadrina-Preis: Die Europa-Universität Viadrina zeichnet sie für ihr europäisches Engagement aus. |
| 2010er Jahre | 70er | Gesellschaftspolitisches Engagement: Süssmuth bleibt eine gefragte Stimme für Demokratie, Gleichberechtigung, Migration und gesellschaftliche Teilhabe. |
| 2015 | 78 | Reinhard-Mohn-Preis: Süssmuth wird für ihr gesellschaftliches und politisches Engagement ausgezeichnet. |
| 2016 | 79 | Deutsche AIDS-Hilfe: Süssmuth wird Ehrenmitglied der Deutschen AIDS-Hilfe. |
| 2019 | 82 | 100 Jahre Frauenwahlrecht: Süssmuth hält ihre letzte Rede im Bundestag als Gast einer Feierstunde zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts. Sie kritisiert, dass Frauen in der Politik noch immer nicht angemessen vertreten sind. |
| 2022 | 85 | Parität: Mit Parität jetzt! Wider die Ungleichheit der Geschlechter veröffentlicht Süssmuth eine Streitschrift für eine gleichberechtigte politische Repräsentation. |
| 2022 | 85 | Marie-Juchacz-Frauenpreis: Süssmuth wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. |
| 2023 | 86 | Ehrenbürgerin von Neuss: Die Stadt Neuss, ihr langjähriger Wohnort, würdigt sie mit dem Ehrenbürgerrecht; die Verleihung erfolgte bereits am 18. März 2023. |
| 2024 | 87 | Letztes Buch: Mit Über Mut. Vom Zupacken, Durchhalten und Loslassen veröffentlicht Süssmuth eines ihrer letzten Bücher. |
| 2025 | 87–88 | Deutsch-Polnischer Preis: Süssmuth erhält den Deutsch-Polnischen Preis für ihr jahrzehntelanges Engagement für die deutsch-polnische Verständigung und Zusammenarbeit. |
| 2026 | 88 | Tod: Rita Süssmuth stirbt am 1. Februar in Neuss im Alter von 88 Jahren. |
| 24. Februar 2026 | – | Trauerstaatsakt: Der Deutsche Bundestag verabschiedet sich mit einem Trauerstaatsakt von seiner ehemaligen Präsidentin. |
Familie
Eltern: Karl Kickuth, Hedwig Kickuth (geb. Bischoff)
Geschwister:
Lebensgefährt/in: Hans Süssmuth (von 1964 – 2020 verheiratet), Partner verstorben
Kinder: Claudia Süssmuth Dyckerhoff
Enkel: 5
Letzte Ruhestätte
Ort:
Art:
Talente, Besonderheiten, Ehrungen & Mehr
Zitate
Metadaten
Quellen
Inhalt: Wikipedia
Titelbild von Rita.suessmuth.ma01 – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=145632366
Bild links von CDU/CSU-Bundestagsfraktion – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23044984
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