Friedrich Ernst Jürgen Habermas
- 18.06.1929 in Düsseldorf
- 14.03.2026 in Starnberg
- Universität
- Philosoph, Soziologe
- 3
- seit 1994 in Starnberg
Kurzbiographie
Jürgen Habermas studierte nach dem Abitur, welches er am Gymnasium Moltkestraße absolvierte, in Göttingen, Zürich und Bonn Philosophie, Geschichte, Psychologie, deutsche Literatur und Ökonomie. Er begegnete in dieser Zeit Karl-Otto Apel, welcher für seine philosophische Entwicklung eine große Bedeutung haben wird.
Zum ersten Mal sorgte er mit einer Rezension in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die von Martin Heidegger veröffentlichte Vorlesung „Einführung in die Metaphysik“ für Aufsehen, indem er Teile als Rehabilitierung des Nationalsozialismus verurteilte.
Nach dem Studium arbeitete er zuerst als freier Journalist und nahm anschließend eine Assistenzstelle an. Durch ein Stipendium kam er an das Institut für Sozialforschung und wurde dort Forschungsassistent. Seine Habilitation schrieb er bei Wolfgang Abendroth an der Universität Marburg. Noch vor Abschluss des Verfahrens wurde er außerordentlicher Professor an der Universität Heidelberg.
Auf den Lehrstuhl von Horkheimer wurde er nach Frankfurt berufen. Die Leitung des Institutes für Sozialforschung lehnte er ab und übernahm stattdessen die Leitung des Seminares für Soziologie.
Nach seiner Emeritierung veröffentlichte er noch einen Beitrag in der Zeit, war Mitherausgeber der Zeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“ und eröffnete die Tagung „Religion und Politik in der postsäkularen Gesellschaft“.
Er wird zur zweiten Generation der Frankfurter Schule gezählt. Er gehört zu einen der weltweit meist rezipierten Philosophen und Soziologen der Gegenwart. Bekannt wurde er durch diskurs-, handlungs- und rationalitätstheoretische Beiträge, durch welche er die Kritische Theorie weiterentwickelte.
Lebenslauf
- (Uns liegt noch kein Lebenslauf vor)
Familie
Eltern: Ernst Habermas (1891 – 1972), Anna Amalie Margarete geb. Köttgen (1894 – 1983)
Geschwister: Hans Joachim Habermas (1925 – 2019)
Lebensgefährt/in: Ute Wesselhoeft (1930 – 2025) ab 1955 verheiratet
Kinder: Tilmann Habermas, Rebekka Habermas (1959 – 2023), Judith Habermas
Enkel:
Letzte Ruhestätte
Ort: Friedhof Söcking, Starnberg
Art:
Talente, Besonderheiten, Ehrungen & Mehr
Zitate
"kein Zweifel, wenn ein vom Gesetzgeber legitimierter Wille darüber entscheidet, welchen Bürgern welche Belastungen zugemutet werden müssen, um nicht eine vermeidbare Steigerung von Infektion- und Todesraten in Kauf nehmen zu müssen."
Jürgen Habermas: Corona un der Schutz des Lebens; In: Blätter für deutsche und interantionale Politik September 2021
Spricht Marx noch von Revolution, glaubt Adorno zumindest an die Schuldhaftigkeit des kapitalistischen Profit- und Herrschaftsprinzips, ohne mehr eine Revolutionsutopie vorhalten zu können, versucht Habermas, die Lebenswelt vor allen spätkapitalistischen Zugriffsversuchen zu schützen und läuft Gefahr, sich de facto mit den Zwängen der Subsysteme Wirtschaft und Bürokratie abzufinden.
Ulrich Paetzel 2001: Habermas Fortführung kritischer Theorie, In: Kunst und Kulturindustrie bei Adorno und Habermas.
Metadaten
Quellen
Inhalt: Wikipedia
Titelbild von Nikolas Becker – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15614518
Bild links von Európa Pont – Habermas10, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75092931
Verifizierung
Beitrags-Nr.
Helfen Sie uns!
Kennen Sie die hier genannte Person oder haben Sie weitere Informationen zu dessen Biographie? Dann teilen Sie uns dies gern mit.
Unter Kontakt haben Sie die Möglichkeit, uns eine Nachricht zu hinterlassen.
Wir nehmen so schnell wie möglich Kontakt zu Ihnen auf und besprechen mit Ihnen, wie wir die zusätzlichen Inhalte in diesen Beitrag einpflegen können.
Unser Dank gilt jedem, der uns hilft, dieses Archiv zu erweitern.